Schröpfen

Die Schröpfkopftherapie ist ein "uraltes" Ausleitungsverfahren, dessen Ziel es ist, krankmachende Substanzen aus dem Körper zu leiten.

Hierzu werden Schröpfköpfe erhitzt und auf die intakte Haut aufgesetzt.

Der Unterdruck in den Gläsern führt zu einer verstärkten Durchblutung des Gewebes und steigert den Stoffwechsel, dadurch wirkt es kräftigend und aktivierend.

 

Die Schröpfkopfmassage hat einen ähnlichen Effekt, hier wird der Körper mit Körperöl eingerieben und dann mit einem aufgesetzten Schröpfkopf massiert.

 

Schröpfen gehört zu den Standarddisziplinen der Naturheilkunde und wird seit altersher in verschiedenen Kulturkreisen ausgeübt. Wie andere tradierte Naturheilverfahren ist das Schröpfen aber kaum durch wissenschaftliche Studien belegt. Hier fehlt wohl auch das Interesse an wissenschaftlicher Absicherung.

Ausleitungsverfahren, das Entfernen von „Giften“ gehört zu den etablierten Behandlungsverfahren der Naturheilkunde. Seit vielen Jahrhunderten ausgeübt, sind aber dennoch keine validen wissenschaftliche Studien zur Wirkung und Wirksamkeit vorhanden, weil sich wohl kaum jemand die Mühe gemacht hat, sie zu erstellen.

 

Die Schulmedizin redet übrigens hier nicht von Giften, sondern von Stoffwechselzwischen oder -endprodukten und kennt demzufolge praktisch auch keine Ausleitungsverfahren. Das ist eine Terminologie, die sich in der Naturheilkunde etabliert hat; lange bevor es eine schulmedizinische Toxikologie gab. Deshalb verwenden wir diese Begriffe gerne weiter und begeben uns nicht in einen Terminologie-Streit.